Was Ihr Schmerzbericht über Ihre Beschwerden verrät – und warum das eine gute Nachricht ist
Was Ihr Schmerzbericht über Ihre Beschwerden verrät – und warum das eine gute Nachricht ist
Schmerz ist nicht gleich Schmerz
Wenn wir uns den Finger an der Herdplatte verbrennen, sendet das Gewebe Warnsignale über die Nerven zum Gehirn – und wir ziehen die Hand blitzschnell zurück. Dieser akute Schmerz ist ein Schutzmechanismus: Er warnt uns vor Verletzungen. So weit, so nachvollziehbar.
Doch was passiert, wenn Schmerzen wochen-, monate- oder sogar jahrelang anhalten – obwohl die ursprüngliche Verletzung längst verheilt ist? Die International Association for the Study of Pain (IASP) hat 2020 ihre Definition von Schmerz grundlegend überarbeitet. Die neue Definition lautet sinngemäß: Schmerz ist eine unangenehme sensorische und emotionale Erfahrung, die mit einer tatsächlichen oder möglichen Gewebeschädigung verbunden ist – oder einer solchen ähnelt. Der entscheidende Zusatz „oder einer solchen ähnelt“ ist wichtig: Er erkennt an, dass Schmerz auch dann vollkommen real sein kann, wenn kein aktueller Gewebeschaden mehr vorliegt.
Das heißt für Sie: Wenn Ihnen jemand sagt „Da ist doch gar nichts mehr“ oder „Das bilden Sie sich ein“ – dann stimmt das nicht. Ihr Schmerz hat eine biologische Grundlage. Nur liegt die Ursache möglicherweise nicht mehr im Gewebe, sondern in der Art, wie Ihr Nervensystem Signale verarbeitet.
Wenn das Nervensystem den Lautstärkeregler hochdreht: zentrale Sensibilisierung
In Ihrem Schmerzbericht gibt es einen Abschnitt mit der Überschrift „Wie reagiert Ihr Nervensystem auf Schmerz?“ – das ist der Kern der Auswertung. Hier wird geprüft, ob bei Ihnen Hinweise auf eine sogenannte zentrale Sensibilisierung vorliegen.
Stellen Sie sich Ihr Nervensystem wie eine Alarmanlage vor. Normalerweise löst diese Anlage nur bei echten Einbrechern aus. Bei einer zentralen Sensibilisierung ist die Empfindlichkeit so weit hochgefahren, dass schon eine Katze auf der Fensterbank den Alarm auslöst. Nicht weil die Katze gefährlich ist – sondern weil die Anlage überempfindlich geworden ist.
Genau das geschieht im Rückenmark und im Gehirn: Nervenzellen, die Schmerzsignale weiterleiten, werden immer erregbarer. Reize, die normalerweise harmlos wären – leichter Druck, Wärme, Dehnung – werden plötzlich als schmerzhaft empfunden. Die Deutsche Schmerzgesellschaft beschreibt diesen Vorgang als eine Empfindlichkeitssteigerung, die nicht nur in den Nervenzellen der Gewebe stattfindet, sondern auch im Rückenmark und im Gehirn.
Gliazellen: Die heimlichen Mitspieler
Lange dachte man, dass an chronischen Schmerzen nur die Nervenzellen (Neuronen) beteiligt sind. Heute wissen wir: Es gibt noch andere wichtige Akteure – die sogenannten Gliazellen. Diese Zellen machen den Großteil der Zellen im Gehirn und Rückenmark aus und wurden lange Zeit als bloße „Stützzellen“ unterschätzt.
Bei chronischem Schmerz können Gliazellen überaktiv werden. Sie produzieren dann entzündungsfördernde Botenstoffe, die die Nervenzellen noch empfindlicher machen – ein Teufelskreis. Eine Forschungsgruppe um Prof. Jo Nijs von der Pain in Motion Research Group hat gezeigt, dass diese Überaktivierung insbesondere durch zwei Faktoren angetrieben wird: schwerer psychischer Stress und Schlafstörungen. Beide können Gliazellen aktivieren und so eine unterschwellige Neuroinflammation – eine Art stille Entzündung im Nervensystem – aufrechterhalten.
Die gute Nachricht: Diese Überaktivierung ist kein Einbahnstraße. Schlafmanagement, Stressreduktion und angepasste Bewegungstherapie können dazu beitragen, die Gliazell-Aktivität zu normalisieren.
Nociplastischer Schmerz: Wenn Schmerz zur eigenständigen Erkrankung wird
In der modernen Schmerzforschung unterscheidet man drei grundlegende Schmerzarten:
Nozizeptiver Schmerz entsteht durch eine tatsächliche Gewebeverletzung oder Entzündung – zum Beispiel bei einer Verstauchung oder Arthritis. Die Schmerzquelle liegt im Gewebe.
Neuropathischer Schmerz entsteht durch eine Schädigung oder Erkrankung des Nervensystems selbst – zum Beispiel bei einem Bandscheibenvorfall, der auf eine Nervenwurzel drückt, oder bei diabetischer Polyneuropathie.
Nociplastischer Schmerz – und das ist der neuere, oft weniger bekannte Mechanismus – entsteht durch eine veränderte Schmerzverarbeitung im zentralen Nervensystem, ohne dass eine klare Gewebeschädigung oder Nervenverletzung vorliegt. Die IASP hat diesen Begriff 2017 eingeführt, um Schmerzzustände zu beschreiben, bei denen die zentrale Sensibilisierung der dominierende Mechanismus ist.
Wichtig zu verstehen: Die meisten Schmerzzustände sind Mischformen. In Ihrem Bericht sehen Sie deshalb eine „Torte“ (Kreisdiagramm), die zeigt, welche Mechanismen bei Ihnen vermutlich eine Rolle spielen. Diese Einschätzung basiert auf Ihren Angaben und dient als Orientierung für die Behandlungsplanung – nicht als abschließende Diagnose.
Bewegungsangst: Wenn der Körper in den Schutzmodus geht
Ein Phänomen, das in der Schmerzforschung als Kinesiophobie (Bewegungsangst) bekannt ist, betrifft viele Menschen mit länger bestehenden Schmerzen: Die Angst, dass Bewegung den Schmerz verschlimmern oder den Körper weiter schädigen könnte. Diese Angst ist nachvollziehbar – aber sie führt in eine Abwärtsspirale.
So funktioniert der Mechanismus: Schmerz erzeugt Angst vor erneuter Verletzung. Angst führt zu Vermeidung von Bewegung. Vermeidung führt zu Dekonditionierung – Muskeln werden schwächer, Gelenke steifer, die Belastbarkeit sinkt. Das wiederum macht das Nervensystem noch empfindlicher, weil der Körper immer weniger Belastung toleriert.
Die Deutsche Schmerzgesellschaft hat darauf hingewiesen, dass bei mehr als 80 Prozent der Patient:innen, die aufgrund chronischer Schmerzen nicht an den Arbeitsplatz zurückkehrten, ungünstige Schmerzbewältigungsstrategien vorlagen – darunter besonders häufig ein ausgeprägtes Schon- und Vermeidungsverhalten.
Das Neuro Orthopaedic Institute (NOI) um David Butler und Lorimer Moseley hat mit dem Konzept „Explain Pain“ einen Ansatz entwickelt, der Patient:innen hilft, Schmerz neu zu verstehen. Ihr Kernsatz lautet sinngemäß: Je besser Sie Ihren Schmerz verstehen, desto weniger bedrohlich wird er – und desto mehr trauen Sie sich wieder zu. Studien zeigen, dass Schmerzedukation die Bewegungsangst, das Katastrophisieren und die wahrgenommene Behinderung signifikant reduzieren kann.
Chronische Schmerzen als eigenständige Erkrankung
Seit der Aufnahme in die ICD-11 (die internationale Klassifikation der Krankheiten) gelten chronische Schmerzen offiziell als eigenständige Erkrankung – nicht als bloßes Symptom einer anderen Erkrankung. In Deutschland leiden nach Angaben der Deutschen Schmerzgesellschaft etwa 23 Millionen Menschen unter chronischen Schmerzen; bei rund 2,2 Millionen stellt der Schmerz ein eigenständiges Krankheitsbild dar.
Diese Anerkennung ist ein wichtiger Schritt, denn sie bedeutet: Ihr Schmerz verdient eine eigene, gezielte Behandlung – nicht nur die Behandlung einer vermeintlichen Grunderkrankung, die möglicherweise längst ausgeheilt ist.
Was Sie selbst tun können: Lebensstilfaktoren als Therapie
Die Forschung der letzten Jahre – insbesondere die Arbeiten der Pain in Motion Research Group und des NOI – zeigt immer deutlicher: Bei chronischen Schmerzen sind Lebensstilfaktoren keine netten Ergänzungen zur „eigentlichen“ Therapie. Sie sind selbst ein zentraler Teil der Behandlung. Aktuelle Übersichtsarbeiten empfehlen ausdrücklich die Integration von Bewegung, Schmerzedukation, Ernährungsstrategien, Schlafhygiene und Stressmanagement als ganzheitlichen Ansatz.
Schlaf
Schlechter Schlaf ist einer der stärksten Verstärker chronischer Schmerzen. Schlafstörungen können Gliazellen aktivieren und so die zentrale Sensibilisierung aufrechterhalten. Umgekehrt kann eine Verbesserung der Schlafqualität – regelmäßige Schlafenszeiten, kühles und dunkles Schlafzimmer, Bildschirmverzicht vor dem Schlafen – die Schmerzempfindlichkeit spürbar senken.
→ Mein Leitfaden für gesunden Schlaf
Bewegung
Bewegung ist eines der wirksamsten Mittel gegen chronische Schmerzen – auch wenn es sich anfangs widersprüchlich anfühlen mag. Angepasste, schrittweise gesteigerte Bewegungstherapie (Graded Activity) hilft dem Nervensystem, Bewegung wieder als sicher einzustufen. Dabei geht es nicht um Hochleistungssport, sondern um regelmäßige, dosierte Aktivität, die Ihnen guttut.
→ Walkingprogramm bei Rückenschmerzen
→ So nutzen Sie die Schmerzampel beim Training
Stress
Dauerstress hält das Nervensystem in einem Zustand erhöhter Alarmbereitschaft. Die Forschung zeigt, dass schwerer psychischer Stress Gliazellen überaktivieren und so eine Neuroinflammation aufrechterhalten kann. Stressmanagement-Techniken – ob Atemübungen, Achtsamkeit, Spaziergänge in der Natur oder professionelle Unterstützung – sind deshalb ein wichtiger Baustein der Schmerztherapie.
→ Praktische Strategien im Umgang mit Stress
→ Den Vagusnerv aktivieren – Ihr innerer Ruheschalter
→ Progressive Muskelentspannung erlernen
Ernährung & Gewicht
Entzündungsfördernde Ernährung und Übergewicht können chronische Schmerzen verstärken. Umgekehrt zeigen Studien, dass eine Kombination aus gesunder Ernährung (z. B. mediterran, pflanzenbasiert) und moderater Bewegung Entzündungsmarker senken und Schmerzen, Funktion und Lebensqualität verbessern kann. Jedes Kilo weniger Belastung zählt – besonders für Knie, Hüfte und Wirbelsäule.
→ Antientzündliche Ernährung bei Schmerzen
→ Wie stille Entzündungen Schmerzen verstärken
Freude & soziale Teilhabe
Dieser Faktor wird oft unterschätzt: Aktivitäten, die Ihnen Freude bereiten, Sozialkontakte und positive Erlebnisse sind keine Ablenkung vom Schmerz – sie aktivieren körpereigene schmerzhemmende Systeme. Das NOI-Konzept des „Protectometers“ unterscheidet zwischen Danger in Me-Signalen (DIMs) und Safety in Me-Signalen (SIMs). Alles, was dem Gehirn Sicherheit signalisiert – ein gutes Gespräch, ein Hobby, Lachen – kann die Schmerzverarbeitung positiv beeinflussen.
Wissen & Verständnis
Zu verstehen, was in Ihrem Körper passiert, ist selbst schon ein therapeutischer Faktor. Studien zeigen, dass Patient:innen, die Schmerzedukation erhalten, weniger Angst vor ihren Symptomen haben, sich körperlich besser fühlen und weniger Schmerzen berichten als Patient:innen, die nur allgemeine Selbstmanagement-Tipps bekommen. Wissen nimmt dem Schmerz seine Bedrohlichkeit.
Von der Einzelbehandlung zur Teamarbeit: Warum multidisziplinäre Therapie wirkt
Vielleicht kennen Sie das: Sie gehen zum Orthopäden, bekommen ein Rezept für Physiotherapie, nehmen eine Weile Schmerzmittel – und trotzdem ändert sich wenig. Das liegt nicht daran, dass Sie etwas falsch machen. Es liegt daran, dass chronischer Schmerz ein komplexes Problem ist, das selten von einer einzelnen Fachrichtung allein gelöst werden kann.
Die Deutsche Schmerzgesellschaft unterscheidet drei Versorgungsstufen:
Monodisziplinäre Therapie bedeutet: Eine Fachrichtung behandelt allein – zum Beispiel reine Physiotherapie oder reine medikamentöse Behandlung. Bei akuten und unkomplizierten Schmerzen kann das ausreichen. Bei chronischen Schmerzen, die länger als drei Monate bestehen und Ihren Alltag beeinträchtigen, greift dieser Ansatz aber oft zu kurz – weil er nur einen Aspekt des Problems adressiert.
Interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie (IMST) ist der Goldstandard bei chronischen Schmerzen. Hier arbeiten mehrere Fachrichtungen eng zusammen – typischerweise Schmerzmedizin, Psychotherapie und Physiotherapie/Bewegungstherapie, oft ergänzt durch weitere Disziplinen. Das Besondere: Die Behandelnden sprechen sich ab, arbeiten nach einem gemeinsamen Konzept und stimmen die Therapiebausteine aufeinander ab. Es geht nicht um „ein bisschen von allem“, sondern um ein koordiniertes Programm, das alle Ebenen Ihres Schmerzproblems gleichzeitig angeht – die körperliche, die psychische und die soziale.
Wann ist es Zeit für eine multidisziplinäre Behandlung? Wenn Schmerzen seit mehr als drei Monaten bestehen und bisherige Einzelbehandlungen keine ausreichende Besserung gebracht haben. Wenn Schlafstörungen, Bewegungsangst, Stimmungsprobleme oder sozialer Rückzug dazugekommen sind. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Leben sich zunehmend um den Schmerz dreht. Dann sollten Sie den nächsten Schritt nicht scheuen: Eine spezialisierte Schmerzeinrichtung kann eine umfassende Diagnostik durchführen und gemeinsam mit Ihnen einen koordinierten Behandlungsplan erstellen.
Konkrete Anlaufstellen in und um Hannover
Wenn Sie in der Region Hannover leben und weiterführende Hilfe suchen, gibt es mehrere spezialisierte Einrichtungen. Hier eine Orientierung – sprechen Sie vorab immer mit Ihrem behandelnden Arzt oder Ihrer Ärztin, die Sie überweisen kann.
Schmerzambulanzen und -kliniken
MHH – Schmerzambulanz
Die Schmerzambulanz der Medizinischen Hochschule Hannover bietet multimodale Diagnostik und Therapie bei chronischen Schmerzen aller Art. Das Konzept umfasst psychotherapeutische, physikalische, interventionelle und pharmakologische Verfahren. Überweisung durch jeden Arzt möglich.
Tel.: 0511 532-3108
mhh.de/schmerzambulanz
DIAKOVERE Annastift – IMST
Stationäre interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie mit Schwerpunkt auf chronischen Schmerzen des Bewegungsapparates. Ärztliche, bewegungstherapeutische und psychologische Einheiten eng verzahnt.
Tel.: 0511 5354-702
diakovere.de/annastift
DIAKOVERE Friederikenstift – ISZ
Das Interdisziplinäre Schmerzzentrum im Friederikenstift behandelt stationär mit IMST – 16 Betten, enge Verzahnung aller Disziplinen. Spezialkompetenz u. a. bei CRPS (Morbus Sudeck).
diakovere.de/friederikenstift
KRH Klinikum Lehrte
Klinik für Spezielle Schmerztherapie mit 36 Betten ausschließlich für Schmerzpatient:innen. Stationäre multimodale Therapie mit Physiotherapie, Psychotherapie und medizinischer Behandlung.
lehrte.krh.de
Schmerzpraxis Hannover
Ambulante Schmerztherapie-Praxis (Dr. Wyszomirski & Prof. Kuse) – spezialisiert auf chronische Schmerzzustände. Niederschwelliger ambulanter Zugang.
schmerzpraxis-hannover.de
Schmerzzentrum Bodestraße
Ärztezentrum Nordstadt – ambulante Schmerztherapie, Psychotherapie und Physiotherapie unter einem Dach.
schmerz-hannover.de
Therapeut:innen finden: Die Suchportale
Wenn Sie gezielt nach qualifizierten Therapeut:innen mit Schmerz-Spezialisierung suchen, helfen diese Verzeichnisse:
schmerzpsychotherapie.de/therapeuten
schmerzgesellschaft.de/einrichtungen
arztsuche.116117.de
Wichtig zu wissen: Im Schnitt dauert es in Deutschland leider immer noch rund vier Jahre, bis Schmerzpatient:innen eine geeignete Therapie finden. Zögern Sie deshalb nicht, aktiv nach spezialisierten Einrichtungen zu suchen – und scheuen Sie sich nicht, nachzufragen, ob eine multidisziplinäre Behandlung für Sie in Frage kommt.
Was bedeutet das für Ihre Behandlung bei mir?
Ihr Schmerzbericht aus meinem AnamTool ist der erste Schritt: Er gibt mir – und Ihnen – eine Orientierung, welche Schmerzmechanismen bei Ihnen wahrscheinlich eine Rolle spielen. Darauf aufbauend gestalte ich einen individuellen Behandlungsplan, der nicht nur an den Symptomen ansetzt, sondern an den zugrundeliegenden Mechanismen.
In meiner Praxis arbeite ich physiotherapeutisch und osteopathisch – und damit monodisziplinär. Für viele meiner Patient:innen ist das der richtige Rahmen: gezielte Bewegungstherapie, Schmerzedukation, manuelle Therapie und gemeinsame Strategien für Schlaf, Stress und Alltag. Wenn Ihre Auswertung jedoch Hinweise auf eine ausgeprägte zentrale Sensibilisierung zeigt, auf starke psychische Belastung oder eine fortgeschrittene Schmerzerkrankung, dann gehört zur ehrlichen Beratung auch: Ich empfehle Ihnen den nächsten Schritt – die Anbindung an eine multidisziplinäre Schmerzeinrichtung, parallel oder ergänzend zu meiner Behandlung.
Denn das Ziel ist nicht, dass Sie möglichst lange bei mir bleiben – sondern dass Sie die Behandlung bekommen, die Ihr Schmerz braucht.
Weiterlesen auf meinem Blog
Zu vielen der hier angesprochenen Themen habe ich ausführliche Beiträge mit praktischen Anleitungen geschrieben:
Gesunder Schlaf
Warum Schlaf der wichtigste Regenerationsfaktor ist und wie Sie Ihre Schlafqualität konkret verbessern können.
Vagusnerv aktivieren
Ihr innerer Ruheschalter – wie Sie mit dem Atem Ihr Nervensystem steuern und die Stressreaktion herunterfahren.
Progressive Muskelentspannung
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Entspannungstechnik nach Jacobson – wissenschaftlich belegt bei chronischen Schmerzen.
Schmerzampel beim Training
Wie Sie mit dem Ampel-System lernen, Belastung richtig zu dosieren, ohne in die Vermeidungsspirale zu geraten.
Walkingprogramm bei Rückenschmerzen
Ein sanfter Einstieg in die Bewegungstherapie – strukturiertes Programm zum schrittweisen Aufbau.
Umgang mit Stress
Praktische Strategien für den Alltag, wenn Stress Ihre Schmerzen verstärkt.
Antientzündliche Ernährung
Welche Lebensmittel Entzündungen hemmen und wie Sie Ihre Ernährung schrittweise umstellen können.
Stille Entzündungen
Wie unterschwellige Entzündungsprozesse Ihre Schmerzen aufrechterhalten – und was Sie dagegen tun können.
Quellen und weiterführende Informationen
- Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. – Patienteninformationen zu chronischen Schmerzen, zentraler Sensibilisierung und multimodaler Schmerztherapie. schmerzgesellschaft.de
- Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. – Therapeutenliste und Einrichtungssuche. schmerzgesellschaft.de/einrichtungen
- International Association for the Study of Pain (IASP) – Überarbeitete Schmerzdefinition (2020) und Einführung des Begriffs „nociplastischer Schmerz“ (2017). iasp-pain.org
- Neuro Orthopaedic Institute (NOI) – Butler, D.S. & Moseley, G.L.: „Explain Pain“ (2. Auflage 2013) und „The Explain Pain Handbook: Protectometer“ (2015). noigroup.com
- Pain in Motion Research Group – Nijs, J. et al.: „Sleep disturbances and severe stress as glial activators: key targets for treating central sensitization in chronic pain patients?“ Expert Opinion on Therapeutic Targets, 21(8), 817–826, 2017. paininmotion.be
- Pain in Motion Research Group – Tatta, J., Nijs, J. et al.: „The Critical Role of Nutrition Care to Improve Pain Management.“ Physical Therapy, 102(4), 2022.
- Núñez-Cortés, R., Nijs, J. et al. – „Physical Activity as a Central Pillar of Lifestyle Modification in the Management of Chronic Musculoskeletal Pain.“ 2025.
- Schmerzpsychotherapie – Zertifizierte Therapeut:innen der Deutschen Schmerzgesellschaft. schmerzpsychotherapie.de





